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Aus Hollerstaud - Hermanns "Buch für Lektionen des Lebens" 2

29. April:

Es regnet leicht. Nicht stark, aber beständig. Ich habe heute Jochen besucht. Als ich sein Zimmer betreten habe, hat er gefressen und mir auch gleich was angeboten. Er kann wirklich gut kochen und wird nicht dick. Ich frage mich wieso. Er frisst ständig. Wir haben uns MTV und weiß Gott was angeschaut und über die Menschen im Fernseher gelästert. Jochen ergötzt sich sehr daran. Er meint, wer im Fernsehen ist, der hat nichts anderes verdient als verarscht zu werden. Das müsse man dann ertragen. Ich habe es großteils auch sehr witzig gefunden. Dann hat Jochen Brot mit einer Mischung aus Käse und grünen Dingen überbacken. Ich konnte nichts mehr essen, daher hat er alle selbst verschlungen. Er sah danach sehr glücklich aus.

2. Mai:

Das Wetter hat sich wieder gebessert und es wird wieder wärmer. Ich habe über Dorothea in letzter Zeit viel nachgedacht. Ich mag sie, soviel kann ich sagen. Mir ist außerdem eingefallen, dass ich sehr gerne mit ein paar Freunden etwas unternehmen möchte, zum Beispiel nach Allesklebarn in ein Lokal fahren oder ins Kino gehen oder so. Das machen Jugendliche doch so?! Ich habe auch beschlossen, dass ich ein bisschen Geld spare, für den Fall, dass ich welches ausgeben möchte und um es zu besitzen. Ich denke mir, es ist klug, Geld zu besitzen.

5. Mai:

Das Wetter ist sehr wechselhaft heute. Mich hat bei einem Spaziergang eine Erkenntnis wie ein Schnupfen überfallen: Ich bin in Dorothea verliebt. Ich denke, dass ist weniger gut, denn ich habe das Gefühl, dass das nichts wird. Sie ist von der Sorte Mädchen, die völlig unerreichbar ist. Ich weiß noch nicht genau, was ich jetzt tun soll. Aber egal was passiert: Ich bin jetzt sehr froh um dieses Buch, denn ich kann in jedem Fall aus meinen Fehlern lernen.

25.3.08 20:38


Aus Hollerstaud - Hermanns "Buch für Lektionen des Lebens" 1

13. April:

Es ist schon sehr warm draußen, ich habe heute nicht einmal mehr einen Pulli getragen. In der Schule habe ich während des Deutschunterrichts mit einem Mädchen namens Dorothea aus der Parallelklasse zusammenarbeiten müssen und hab mit ihr ganz nett geplaudert. Sie dürfte ein wirklich interessantes Mädchen sein, das Schicksal hat ihre Masse in alle Bereiche zu großem Nutzen verteilt.

15. April:

Es ist nicht mehr ganz so warm wie die letzten Tage, aber noch immer schön. Der Zufall wollte es, dass ich schon wieder mit besagter Dorothea ins Gespräch gekommen bin, da ihre beste Freundin krank ist und sie daher in der Pause allein umhergestreift ist. Jochen hat sich beim Buffet vollgefressen, so war ich auch ungebunden, und aus beider Seiten Antrieb kam ein Gespräch zu Stande, das sich um Lehrer und die Schule und die mindere Qualität von HipHop gedreht hat.

Warum ich dieses Buch schreibe:

Falls jemand unerlaubter Weise dieses Buch liest, so soll er schon wissen, dass es kein Tagebuch ist, sondern dass ich es angelegt habe, um aus meinen Fehlern zu lernen. Wenn etwas schiefgeht, dann schaue ich hier nach, wie ich vorgegangen bin und was zu meinem Scheitern geführt hat. Ich finde, das ist klug von mir.

25.3.08 20:28


Aus Hollerstaud - Introduktion

Irgendwo zwischen Crossaut und Derabah an einer Bahnlinie, dort liegt in der gemäßigten Klimazone das Dorf Hollerstaud, nur eine Viertelstunde von Birnbaum entfernt. Zwischen den Dörfern verläuft die Bahnlinie, und an dieser liegt der Bahnhof Birnbaum/Hollerstaud. Es gibt außer Wald und Wiese und kunstgedüngten Äckern nicht viel in den beiden Dörfern, lediglich zwei Wirtshäuser, zwei freiwillige Feuerwehren, eine Billa, einen Greißler, einen niedergelassenen Arzt für Proktologie und eine Schule für sechs- bis sechzehnjährige. Das Leben läuft dort in geruhsamen Bahnen: Ein jeder weiß, dass hier nichts passieren wird. Wenn eine Frage aufgeworfen wird. z.B. ob man nicht einen Spielplatz bauen sollte oder wenn eine Bürgermeisterwahl ist, dann wird darüber diskutiert und dann bleibt alles beim Alten. "Das gehört dazu", sagen die Alten. Und so funktionieren die beiden Dörfer. Es kommt nicht viel rein, aber es geht auch nicht viel.

25.3.08 20:18


Tagebuch 4 - Karfreitag

Bin aufgestanden, habe ein Buch über einen französischen Zwangsarbeiter in Ternitz gelesen. Dann habe ich das Buch der Bücher zur Hand genommen, um mir für diesen Tag einen Denkanstoß zu holen. Ich hab einfach eine Seite aufgeschlagen. Es war Hesekiel 7 - Das Ende naht. Ich glaube, keine andere Stelle hätte mich empfindlicher treffen können. In letzter Zeit habe ich soviel über das Zuviel und Zuweit unserer Gesellschaft geredet und nachgedacht. Und dann diese Passage - ohne Hoffnung, Heimsuchung ohne Rettung. Abends vor Little Miss Sunshine ein Beitrag über einen Künstler, der Bilder aus Holzlatten aus Mauthausen gemacht hat. Und die Beschreibung eines Augenzeugen über eine Szene dieser Zeit: Ein Häftling, abgemagert, aus einem Zugsabteil gesehen, der an Ruhr erkrankt ist und sich anscheißt.

Ich weiß nicht, welche Bedeutung der Tag hat und haben wird. Aber ich bin betroffen.

21.3.08 22:06


Fragen

Es gibt drei Fragen, die man sich jeden Morgen stellen sollte:

1. Welches Geschlecht hab ich?

2. Welche sexuelle Orientierung hab ich?

3. Wer liegt neben mir?

18.3.08 09:39


Der Vektor

Die Kultur der Indianer ist ein Kreis. Unsere Kultur ist ein Vektor. Ein Kreis ist nach allen Seiten gleich. Ein Vektor wird mehr - oder weniger; aber weniger ist nur eine Spielart von mehr.
9.3.08 11:16


Vergleich

Menschen sind wie Häuser. Man kann von der Fassade nicht auf das Innere schließen.
8.3.08 08:29


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